Fünf Jahre GGL: Behörde markiert Jubiläum und plädiert für flexiblere Regeln beim GlüStV 2021
Devon Flores · Sep 27, 2026

Fünf Jahre GGL: Behörde markiert Jubiläum und plädiert für flexiblere Regeln beim GlüStV 2021

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) feierte um den 23. September 2026 ihr fünfjähriges Bestehen und nutzte den Anlass, um während der laufenden Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 eine anpassungsfähigere Regulierung einzufordern. Die Behörde überwacht derzeit 129 lizenzierte Anbieter sowie 229 autorisierte Websites und berichtete zugleich über gestiegene Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegales Glücksspiel. In den vergangenen Jahren hat sich die GGL als zentrale Aufsichtsinstanz etabliert, während sie gleichzeitig mit technologischen Veränderungen und neuen Geschäftsmodellen konfrontiert bleibt.
Entstehung und Aufgaben der GGL seit 2021
Seit ihrer Gründung im Jahr 2021 koordiniert die GGL die Lizenzvergabe und Überwachung des legalen Glücksspiels in Deutschland, wobei sie als gemeinsame Fachbehörde der Länder agiert und bundesweit einheitliche Standards durchsetzt. Experten beobachten, dass die Institution in dieser Zeit von anfänglichen Aufbauarbeiten hin zu einem etablierten Regulierungsrahmen gewachsen ist, der sowohl den Spielerschutz als auch die Bekämpfung illegaler Angebote umfasst. Die aktuelle Überprüfung des GlüStV 2021 bietet nun die Gelegenheit, bestehende Regelungen an aktuelle Entwicklungen anzupassen, während die Behörde selbst auf schnellere Reaktionsmöglichkeiten hinweist.
Beobachter notieren, dass die GGL in den ersten fünf Jahren eine Vielzahl von Verfahren bearbeitet hat und dabei zunehmend auf illegale Plattformen fokussiert, die ohne Lizenz operieren. Die Behörde hat in diesem Zusammenhang Betreiber und Anbieter identifiziert, die gegen geltende Vorschriften verstoßen, und entsprechende Schritte eingeleitet, um den Markt zu stabilisieren.
Aktuelle Zahlen zur Lizenzierung und Durchsetzung
Zum Zeitpunkt des Jubiläums beaufsichtigt die GGL 129 lizenzierte Betreiber und 229 genehmigte Websites, was auf eine kontinuierliche Expansion des regulierten Sektors hindeutet. Gleichzeitig verzeichnete die Behörde im Jahr 2025 einen Anstieg auf 287 Untersagungsverfahren, während bis Ende desselben Jahres 1.843 illegale Seiten unzugänglich gemacht wurden. Diese Entwicklungen zeigen, wie die Aufsicht ihre Kapazitäten ausgebaut hat, um sowohl legale als auch illegale Aktivitäten im Blick zu behalten.
Statistiken der Behörde offenbaren zudem, dass die Anzahl der bearbeiteten Fälle in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, was auf eine intensivere Überwachung zurückzuführen ist. Die GGL hat in diesem Kontext mit verschiedenen technischen Mitteln gearbeitet, um illegale Angebote zu blockieren und Nutzer auf legale Alternativen hinzuweisen.
Forderung nach anpassungsfähigeren Regelungen
Während der laufenden Evaluation des GlüStV 2021 hebt die GGL die Notwendigkeit hervor, Regelwerke flexibler zu gestalten, damit auf neue Technologien, veränderte Geschäftsmodelle und illegale Angebote schneller reagiert werden kann. Die Behörde argumentiert, dass starre Vorschriften in einem dynamischen Umfeld wie dem Online-Glücksspiel an ihre Grenzen stoßen und daher Anpassungen erforderlich sind, um die Wirksamkeit der Regulierung langfristig zu sichern.

Vertreter der Institution betonen, dass eine modernisierte Gesetzgebung es ermöglichen würde, auf Innovationen im Bereich der digitalen Angebote zeitnah einzugehen. Gleichzeitig bleibt die Bekämpfung illegaler Plattformen ein zentrales Anliegen, da diese trotz bestehender Maßnahmen weiterhin aktiv sind und den regulierten Markt beeinträchtigen können.
Entwicklungen im Kontext der laufenden Vertragsprüfung
Die Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 läuft derzeit und bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, Erfahrungen aus den ersten Jahren der Regulierung einzubringen. Die GGL hat in diesem Rahmen auf ihre praktischen Erkenntnisse verwiesen und darauf hingewiesen, dass ein anpassungsfähigeres System notwendig ist, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Daten der Behörde zeigen, dass die Anzahl der Verfahren gegen illegale Anbieter kontinuierlich zunimmt, was die Dringlichkeit solcher Anpassungen unterstreicht.
Beobachter haben festgestellt, dass die GGL in den vergangenen fünf Jahren nicht nur Lizenzen vergeben, sondern auch umfangreiche Kontrollen durchgeführt hat. Diese Aktivitäten haben dazu beigetragen, dass der legale Markt klarer abgegrenzt werden konnte, während gleichzeitig illegale Aktivitäten eingedämmt wurden.
Conclusion
Zum fünfjährigen Jubiläum hat die GGL ihre Position als zentrale Aufsichtsbehörde bekräftigt und gleichzeitig auf notwendige Reformen des GlüStV 2021 hingewiesen. Mit 129 lizenzierten Betreibern, 229 autorisierten Websites, 287 Untersagungsverfahren im Jahr 2025 und 1.843 gesperrten illegalen Seiten liegen konkrete Zahlen vor, die die bisherige Arbeit dokumentieren. Die Forderung nach schnelleren Anpassungen an technologische und marktspezifische Entwicklungen bleibt ein zentrales Element der aktuellen Diskussion. Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen Seite der GGL.